WIR VERÖFFENTLICHEN ALTERSDISKTIMINIERUNG!
Presse Hattingen

Der Stadtspiegel Hattingen berichtet am 14. April 2010: "Alt wird jeder, der nicht jung stirbt" von Roland Römer. Zu lesen als PDF-Datei [860 KB]
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Fälle von Diskriminierung

Hier ist es vorgesehen konkrete Fälle von Diskriminierung wegen des Lebensalters in Hattingen zu veröffentlichen.

Insgesamt gilt “FairPlay”, daher werden hier gegebenenfalls die Stellungnahmen von beiden Seiten veröffentlicht!
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WAZ Hattingen 4. September 2009

Der Schreiber des Leserbriefes möchte den Text hier nicht veröffentlicht wissen.

WAZ Hattingen 8. September 2009
Leserbrief Altstadtfest Hattingen 2020
Das Altstadtfest ist ein Fest überwiegend für die Hattinger von Hattingern geworden, gut so! Ich wünsche mir nicht das Fest mit Autostaus und Menschenmassen zurück. Das angenehme und beschauliche Fest dieses Jahr hat Leser Andreas Große-Stoltenberg zu einer respektlosen, an Altersdiskriminierung grenzender Äußerung hinreißen lassen, die Szenerie der Besucher des Altstadtfestes würde durch die „Rollstuhl-Fraktion“ (korrekt: Rollater-Fraktion) bestimmt. Hier wurde eine sozial benachteiligte Minderheit unserer Stadt zu Unrecht zum Besuchermaßstab hoch stilisiert.

Mehr für Familien mit kleinen Kindern zu tun, da kann ich uneingeschränkt zustimmen. Aber hat Hattingen alleine ein Demographie-Problem? Nein, dass ist ein bekanntes Phänomen bundesweit. Für unsere Gesellschaft ist es eine besondere Herausforderung damit umzugehen. Möglichst viele BürgerInnen unserer Stadt aller Gesellschaftsschichten und Altersklassen sollten sich damit beschäftigen, sich an den notwendigen Veränderungsprozessen beteiligen. Vielleicht auch Leser Andreas Große-Stoltenberg? Er ist sicherlich herzlich willkommen.

Die Stadt Hattingen hat das Demographie-Problem bereits erkannt und in einem Strategiekonzept „Hattingen 2020“ unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürgern und vielen Akteuren in Hattingen verschiedene Handlungsfelder beschreiben. Das sind die Themen Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, Zukunftsorientierte Seniorenpolitik, Infrastrukturplanung, Steuerung der Siedlungsflächenentwicklung, Wohnungsmarkt, Integration von Ausländern und das Zusammenleben von Jung und Alt. Aus meiner Sicht hat damit Frau Dr. Goch einen wichtigen Prozess angestoßen. Jetzt kommt es darauf an, wie in Zeiten äußerst knapper Kassen die Umsetzung betrieben wird.
Bernd Loewe

WAZ 11. September 2009
Der Schreiber des Leserbriefes möchte den Text hier nicht veröffentlicht wissen.


Antwort Bernd Loewe:
Auch der Begriff „Rollator-Fraktion“ sollte nicht leichtfertig verwendet werden. In solchen Begriffen und Aussagen spiegelt sich grundsätzlich eine negative Einstellung zum Altern und zu älteren Menschen wieder, die von der Angst vor gesellschaftlichen Veränderungen und von der Verweigerung der Akzeptanz der Endlichkeit des eigenen Lebens geprägt wird. Über negative „Altersbilder“ und mehr kann sich der Interessierte altersdiskriminierung.senioren-hattingen.de informieren.

Unsere Gesellschaft wird immer älter. In Hattingen wird bei schrumpfender Einwohnerzahl erwartet, dass im Jahre 2020 jeder Dritte 60 Jahre oder älter sein wird, der Anteil der über 80-jährigen wird drastisch zunehmen. Daher ist die Erwartung in einer Stadt mit ausgewogener Altersstruktur zu leben ein wenig illusorisch, die fehlenden jüngeren Menschen - zu wenig Kinder in den letzten Jahrzehnten - können nicht mehr ausgeglichen werden. Nur ein kluger Umgang mit dem Phänomen wird Hattingen als alten- und familienfreundliche Stadt auch in Zukunft für alle Generationen lebenswert machen.

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Lesermeinung in der WAZ (Gesamtausgabe) vom 22. Juli 2008
Zu "Nachbarschaftshilfe für Senioren" (in Hattingen Info: www.senioren-hattingen.de)

“Ich habe bei der Lektüre der WAZ gestaunt: “Bernd Loewe aus Hattingen ist noch rüstig mit 60”. Ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen mit 60 noch “rüstig” sind? Über einen Menschen mit 60 Jahren zu schreiben, er sei noch rüstig, empfinde ich als diskriminierend." Karin Kesten, Essen

Bernd Loewe: Ist das nur ein unbedachter "Ausrutscher" eines/er jungen Jornalisten/in? Oder ist das in unserer Gesellschaft noch immer so, mit 60 zum alten Eisen? Wo wir doch bis 67 arbeiten sollen!

HWG und Altersdiskriminierung Stadtspiegel Hattingen 9. Juli 2008
Diskriminierung älterer Menschen – es geht um 500 Euro
HWG: „Jetzt reicht es aber“

Mit diesen Worten lehnt HWG Unternehmenssprecher David Wilde die Kostenübernahme für einen Handlauf in der Raabestraße 26 ab. Ich sehe in diesem Verhalten auch eine Form der Altersdiskriminierung. Völlig unverständlich ist, dass die Wohnung sehr lobenswert über ein barrierefreies Bad verfügt, aber die Mieter nicht sicher in ihre Wohnung kommen. Eigentlich sollte ein barrierefreier Zugang zu so einer Wohnung selbstverständlich sein, aber nicht einmal ein Handlauf wird angebracht. Sich darüber hinaus auf das Baugesetzbuch zu berufen, halte ich für völlig daneben.

Diese Aussage ist auf der Internetseite der HWG zur Südstadt zu lesen: „Daher sorgen wir uns darum, dass unsere älteren Mieter so lange wie möglich souverän und selbstbestimmt leben können.“ Das Verhalten der HWG kann man nur als arrogant bezeichnen und widerspricht ihren eigenen Grundsätzen.

Ich bin mir sicher, genossenschaftliches Vermögen wäre hier gut angelegt, das wird sicherlich kein Mitglied der Vertreterversammlung beanstanden. Warum sind denn über 6.900 Bürger Mitglied dieser Genossenschaft? Sicherlich sehen viele Mitglieder darin auch eine Sicherheit im Alter eine Wohnung dauerhaft zu bewohnen. Eine Genossenschaft wie die HWG ist daher gerade zu verpflichtet auf auf die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen. Vielleicht denkt David Wilde als Senior mal ganz anders darüber.

Ich beziehe mich hier auf einen Artikel im Stadtspiegel vom 9. Juli 2008
Bernd Loewe

Seniorenforum 5. November 2008 - Herr Wilde HWG
HWG korrigiert ihre Meinung. Besonders erfreulich, die HWG prüft bei allen Objekten solche Handläufe zu montieren.

Insgesamt scheint die HWG auf einen sehr guten Weg auch hinsichtlich der SeniorenInnen, die ganz gezielt betreut werden. Hier ist bei mir durchaus der Eindruck entstanden, das geht weit über die Mieterverwaltung eines "normalen" kommerzillen Wohnungsunternehmen hinaus.

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