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Fachtagung 7. September 2009, Köln Veranstalter: Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen e.V.
Eine Beschreibung der Tagung aus der Sicht eines Teilnehmers
Armin Laschet - Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
Neue Wege - Altersdiskriminierung entgegenwirken
Damit alle Generationen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben und Arbeitsleben teilnehmen können, müssen wir neue Wege aus der Altersdiskriminierung beschreiten. Gesetze, die Altersdiskriminierung verbieten, sind unverzichtbar im Interesse einer generationengerechten Gesellschaft. Sie allein können jedoch Menschen nicht davor schützen, aufgrund ihres Lebensalters sozial oder ökonomisch benachteiligt zu werden.
Wenn wir nach den Grundlagen von Altersdiskriminierung fragen, stoßen wir unweigerlich auf die Wirkung defizitorientierter Altersbilder in der Gesellschaft. Negative Altersbilder sind der Nährboden für unterschiedliche Formen der Altersdiskriminierung. Diesen Zusammenhang wollen wir deutlicher sichtbar machen und daraus positive Anreize für die Beseitigung von Altersdiskriminierung schaffen.
Wir konzentrieren uns dabei auf die Alltagsbereiche Arbeit, Gesundheit, Banken/Versicherungen, Soziales/Öffentliches Leben und Medien.
Alter ist eine Frage der Einstellung, Ziel Altersbilder in der Öffentlichkeit zu verändern, denn die Bilder über das Alter in unseren Köpfen sind veraltert.
Generationpolitik wird als Querschnittsaufgabe verstanden. In NRW in 2009 erstmalig mehr über 65-jährige als unter 20-jährige, insgesamt über 770.000 über 80-jährige.
Start für www.50plus-nrw.de
Podiumsdisussion - Jung und unerfahren? Alt und unbeweglich? "Generation Praktikum" trifft "Generation Parkbank" mit Willi Rode, Traber-Champion Berit Paul, 16-jährige Schülerin Max Schautzer, Fernsehmoderator Anja Herzberg, Kulturwissenschftlerin Dr. Christof Eichert, Leiter der Abteilung Integration und Generationen im NRW-Ministerium Ernst Giesen, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW Gaby Schnell, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Babra Pabst, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW
Eine zwar provokante Überschrift, der allerdings eine etwas flache Diskussion folgte, die von Selbstdarstellungen geprägt war. Die einzelnen Aussagen zur Altersdiskriminierung enthielten keine Neuigkeiten.
Erfreuliche Ausnahme, die Schülerin Berit Paul mit sehr differenzierter Meinung zum Alter.
Interessant auch Max Schautzer, der eine „Demarkationslinie“ bei 50 Jahren sieht und den Begriff 50plus verurteilt, da er andere Menschen ausgrenzt. Schautzer gründet derzeit einen Fernsehsender, der sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte wendet, so ab 40 Jahre. „Tele-Bona TV ist der erste und einzige deutsche Fernsehsender für Menschen in der zweiten Lebenshälfte“, die "BILD-Zeitung" bezeichnete ihn als den „Robin Hood der Rentner“. Ob Schautzer das glaubwürdig vertreten kann? Man darf gespannt sein, ob sich das Projekt finanziell trägt.
Aussage zur Altersgrenze: "Mit 65 bist du draussen." ist in den Köpfen zementiert.
Einladung ins "Welt-Cafe" Erfahrungsträume, Aktionsträume
Themenbereiche: Eigenes Altersbild, Gernerationen, Öffentliches Leben, Politik, Kunst und Kultur, Medien/Kommunikation, Bildung. Die Erkenntnisse werden ausgewertet und veröffentlicht. Am "runden" Tisch und in kleinen Gruppen wurden persönliche Erfahrungen, Vorschläge und Ideen für neue Wege aus der Altersdiskriminierung konstruktiv und sehr munter diskutiert.
Bernd Loewe
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